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Was gibt es neues im Bereich der Psychologie, der Forschung über ADHS und ASS, der psychischen Gesundheit und des Lernens und der Ausbildung? In diesem Blog sammle ich Artikel über diese Themen.

Sind Pausen wichtig?

Wir geniessen es alle: Pausen. Egal ob beim Sport, beim Lernen oder bei der Arbeit. 

Bei der Arbeit spannen wir an und werden müde: „Arbeitsfreude und Motivation nehmen ab, die Leistung sinkt, man wird langsamer, Fehler passieren häufiger“, sagt der Gesundheitspsychologe Professor Gerhard Blasche vom Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Damit die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt, helfen Pausen.

Ermüdung ist schon ein sehr deutliches Warnzeichen: Pausen sollten vor diesem Signal erfolgen. Sie helfen, weniger Fehler zu machen und senken das Risiko für Unfälle (beispielsweise in Produktionsberufen).

Pausen sollten unsere Anstrengungen unterbrechen. D.h. der Körper aber auch der Geist soll entspannen: Gedanken freien Lauf lassen, nichts machen, durchatmen, aus dem Fenster sehen, ein Glas Wasser trinken sind nur ein paar entlastende Tätigkeiten.

Vor allem beim Lernen gilt: lieber häufiger kleine Pausen als eine grosse.

Im Artikel von quarks.de gibt es noch mehr Infos, u.a. wie sich Pausen auf den Körper auswirken: https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/warum-pausen-zwischendurch-so-wichtig-sind/ 

Die Krise trifft die Jungen besonders

Yvik Adler gab ein Interview über die Situation der Jungen in Zeiten der Krisen.
Sie ist Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Solothurn und Co-Präsidentin der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP.

Sie zeigt auf, dass Junge krisenanfälliger sind, da ihnen Erfahrungen und die Festigung im Leben noch vielfach fehlen. Vor allem Personen, die schon vor den Krisen psycho-sozial belastet waren, sind gefährdet noch mehr destabilisiert zu werden.
Krisen können sich aber auch positiv auswirken, wenn dadurch neue - funktionale - Bewältigungsstrategien erlernt werden und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person stattfindet.

Der ganze Artilkel kann auf ArgoviaToday gelesen werden: Die Krise trifft die Kunden besonders

Bei Krisen gibt es eine Reihe von Hilfsangebote in der Schweiz: Padlet - Unterstützungsangebote

Wie erkennen, dass es jemanden nicht gut geht oder gar in einer Krise steckt?
Richtige reagieren wird in den ensa - Erste Hilfe Kurse für psychische Gesundheit gelernt: ensa- Erste Hilfe Kurse für psychische Gesundheit - Fokus Jugendliche

ADHS / ASS Diagnosen an den Augen ablesbar?

Die Netzhaut reagiert bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) und ASS (Austismus-Spektrum-Störung) Betroffenen anders als bei Nichtbetroffenen.

In einer Studie mit 55 ASS und 15 ADHS Betroffenen stellte eine Forschungsgruppe in einer Publikation in Frontiers in Neuroscience signifikante Unterschiede zu 150 gleichaltrigen Nichtbetroffenen fest. Dabei wurden Differenzen in der elektrischen Aktivität der Retina (Netzhaut) bei einem Lichtreiz festgestellt. ASS Betroffenen zeigten weniger elektrische und ADHS Betroffene mehr elektrische Energie.

Dr. Paul Constable (Forscher an der Flinders University) sagt, die vorläufigen Ergebnisse seien vielversprechend für eine verbesserte Diagnose und Behandlung in der Zukunft.

«ASS und ADHS sind die häufigsten neurologischen Entwicklungsstörungen, die im Kindesalter diagnostiziert werden. Da sie aber oft ähnliche Merkmale aufweisen, kann die Diagnose beider Erkrankungen langwierig und kompliziert sein», sagt Dr. Constable.

«Unsere Forschung zielt darauf ab, dies zu verbessern. Indem wir erforschen, wie Signale in der Netzhaut auf Lichtreize reagieren, hoffen wir, genauere und frühere Diagnosen für verschiedene neurologische Entwicklungsstörungen zu entwickeln.

Wenn wir also diese Unterschiede identifizieren und sie auf bestimmte Bahnen lokalisieren können, die verschiedene chemische Signale nutzen, die auch im Gehirn verwendet werden, dann können wir deutliche Unterschiede bei Kindern mit ADHS und ASS und möglicherweise anderen neurologischen Entwicklungsstörungen aufzeigen.

Diese Studie liefert erste Beweise für neurophysiologische Veränderungen, die nicht nur ADHS und ASS von normal entwickelten Kindern unterscheiden, sondern auch Beweise dafür, dass sie anhand von biologischen Merkmalen voneinander unterschieden werden können.»

Artikel bei spektrum.de: https://www.spektrum.de/news/adhs-oder-autismus-diagnose-laesst-sich-an-den-augen-ablesen/2042068